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bAV für die Generation 50plus – Nettorenditen von über 9 % möglich

Lohnt sich die betriebliche Altersversorgung für die Generation 50plus? Ist die bAV in diesem Alter noch lukrativ?

Kritiker behaupten, eine Betriebsrente lohnt sich mit zunehmenden Alter nicht – doch das Gegenteil kann der Fall sein. Warum das so ist?

Die Freigrenze in der Kranken- und Pflegeversicherung für pflichtversicherte Rentner macht es möglich. Denn bei einer wahlweisen Kapitalleistung unter 17.010 EUR (bzw. einer monatlichen Betriebsrente unter 141,75 EUR), jeweils Stand 2015, fallen keine Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge auf die bAV-Leistung an.

Die aktuelle Freigrenze zur KVdR finden Sie hier: Zahlen zur betrieblichen Altersversorgung

Das heißt, auch für die Generation 50plus kann eine betriebliche Altersversorgung richtig lukrativ sein. Mehr als neun Prozent Rendite sind drin. Wie, lesen Sie hier:

Spätestens wenn der jährliche Rentenbescheid im Briefkasten liegt, ist die Ernüchterung groß: Reicht die darin genannte Rente wirklich aus, um den bisherigen Lebensstandard aufrechtzuerhalten? Nach der Senkung des Rentenniveaus in den vergangenen Jahren und der sukzessiven Erhöhung des Rentenalters auf 67, lautet die Antwort meist „Nein“. Nur durch eigene zusätzliche Vorsorge lässt sich die Lücke schließen.

Doch gerade Arbeitnehmer über 50 befürchten, dass es dafür schon zu spät ist. Die Zeit bis zur Rente ist knapp, der Zinseszinseffekt kommt kaum zum Tragen. Was viele nicht wissen: Eine betriebliche Altersvorsorge (bAV) kann sich besonders für ältere Arbeitnehmer lohnen und eine attraktive Rendite bieten – unabhängig davon, ob sie aus eigenem Gehalt bezahlt oder vom Arbeitgeber finanziert wird. Dafür sorgen Steuer- und Sozialversicherungsersparnis, die Renditen von mehr als neun Prozent ermöglichen.

Tipp:
Gesparte Steuern und Sozialversicherungsbeiträge verhelfen der betrieblichen Altersvorsorge zu einer „Turborendite“, auch wenn letztere die entsprechenden Anwartschaften geringfügig mindern. Gruppenvertragsrabatte und eventuelle Zuzahlungen von Seiten des Arbeitgebers können die Betriebsrente noch lukrativer machen.

Beispiel 9,16 Prozent Rendite 

Der 55-jährige verheiratete Alleinverdiener Max M., vereinbart mit seinem Arbeitgeber, monatlich 100 Euro brutto von seinen 3.500 Euro Gehalt umzuwandeln und in eine Betriebsrente einzuzahlen. Da Max M. auf seinen Beitrag Steuern und Sozialversicherungsbeiträge spart, braucht er netto nur 55 Euro aufzuwenden. Die Betriebsrente kostet ihn also unterm Strich nur rund die Hälfte.

Bis zu seinem 65. Lebensjahr erzielt er ein Kapital i.H.v. 14.017 EUR brutto. Unter Berücksichtigung der nachgelagerten Besteuerung und der Minderung der gesetzlichen Rentenversicherung durch eingesparte Sozialversicherungsbeiträge, beträgt die Nettoauszahlung 10.600 €.  Dies entspricht einer Nettorendite von mehr als 9 Prozent.

Die Rechnung geht deshalb auf, weil Rentner meist deutlich weniger Steuern als in der aktiven Erwerbsphase zahlen und in diesem Beispiel keine Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge anfallen, da die Kapitalzahlung weniger als 17.010 EUR beträgt (Freigrenze in der KVdR für Betriebsrenten, Stand 2015).

Die aktuelle Freigrenze zur KVdR finden Sie hier: Zahlen zur betrieblichen Altersversorgung